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Kreidefelsen am Meer

Urige Buchenwälder und eine außergewöhnliche Meeresküste vereinen sich im kleinsten Nationalpark Deutschlands zu einer Landschaft mit ganz besonderen Reizen. Geradezu magisch wirken hier die unvergleichlichen Farbkompositionen der Natur auf ihre Betrachter. Sie entstehen, wo drei ganz unterschiedliche Lebensräume direkt an der Küste aufeinandertreffen: grün schimmernde Wälder, blau funkelnde Ostsee und weiß leuchtende Kreide.

Die Geschichte der Kreidefelsen begann vor etwa 70 Millionen Jahren in einem 100 bis 150 Meter tiefen Meer. In diesem Meer wimmelte es von winzigen Lebewesen, die Skelette aus Kalk bildeten. Starb so ein Lebewesen, sank sein Skelett auf den Meeresgrund. Auf diese Weise bildeten sich dort immer dickere Schichten von Kalkschlamm, der sich langsam zu einem weißen Gestein verdichtete − der Rügener Schreibkreide.

 
Kreidefelsen am Meer
grün schimmernde Wälder
Kreidefelsen am Meer
weiß leuchtende Kreide
Kreidefelsen am Meer
blau funkelnde Ostsee
 
 

Stete Veränderung

Veränderung kennzeichnet die seeseitige Grenze des Nationalparks, die 500 Meter vor der Küste verläuft. Immer wieder wird der Meeresboden umstrukturiert. Die Ostsee macht auch vor dem Strand nicht halt − sie nagt an den Hangfüßen, spült Kreide fort, die zuvor von den Klippen fiel und bewegt Steine und Sand. Bäume, die mit den Kreideschollen vom Hochufer in die Tiefe stürzen, reißt das Meer mit sich. Kliffbereiche können besonders nach starken Regefällen abrutschen. Wenn im Winter die Feuchtigkeit in der Kreide gefriert, werden Schichten aus den Wänden abgesprengt.

Wie ein Frühjahrputz der Natur sorgen die Kreideabbrüche dafür, dass die berühmten Kreidefelsen Rügens so weiß leuchten. Bäche graben besonders in Kliffnähe tiefe Kerbtäler in die Landschaft. Diese immer wieder stattfindenden Veränderungen prägen den Nationalpark und sie entsprechen seinem Leitgedanken „Natur Natur sein lassen“.

 

 
Kreidefelsen am Meer
vor etwa 70 Millionen Jahren
Kreidefelsen am Meer
der Rügener Schreibkreide
Kreidefelsen am Meer
unvergleichlichen Farbkompositionen
 
 

Alte Buchenwälder

die Juwelen des Jasmund

Im Nationalpark Jasmund liegen die größten zusammenhängenden Buchenwälder der Ostseeküste. Vor etwa 800 Jahren eroberte die Buche dank ihrer außergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit und Durchsetzungskraft die Halbinsel Jasmund. Alte Buchenwälder dominieren hier bis heute, während sie in ganz Europa inzwischen sehr selten sind. Andere Baumarten, wie Ahorn, Ulme oder Esche, können sich meist nur kurzzeitig oder auf besonderen Standorten gegen die Buchen behaupten. Mehr als 100 Moore und zahlreiche Bäche sind mosaikartig in die Wälder eingebettet.

Gut geschützt, im Herzen des Nationalparks liegen besonders wertvolle Wälder. Am 25. Juni 2011 wurden sie − neben vier weiteren deutschen Buchenwaldgebieten − von der UNESCO als Weltnaturerbestätte anerkannt. Sie tragen gemeinsam mit weiteren Teilgebieten in der Slowakischen Republik und der Ukraine den Titel „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“.

 
 
Hotline: +49(0)38302 5297